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Die freie Handelsstadt
Betis
"Was in Betis nicht zu
kriegen ist,
wirst Du nirgendwo bekommen!"
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Betis, oh du mein Betis!
Wieviel Stolz drückt dieser Seufzer
eines Betisers aus, wenn er nach langer Reise mit vollen Laderäumen
und Schatullen seine Heimatstadt wiedersieht!
Schon von weitem erkennt man den herrlichen
Uhrturm am Helos-Platz, der weiße Marmor der Ratshalle leuchtet in
der Sonne und die Barcas ziehen funkelnde Spuren im Brazach...

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Lage
Geschichte
Außenpolitik
Stadtgeschehen
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Betis ist
freie Reichsstadt und Handelszentrum Heligonias. Waren aus allen Gebieten
des Reiches finden hier ihre neuen Besitzer. Ständig erreichen und
verlassen Handelsgüter über Fluss und Land die Stadt. In den
Händlervierteln werden beinahe durchgehend Geschäfte getätigt,
und auf den Marktplätzen stehen die Buden dicht an dicht.
Betis ist reich und ihre Bürger
sind stolz darauf. Die Stadt wird von den Patrizierfamilien regiert, aber
um das politische Gleichgewicht zu wahren, wählen die Bürger
in regelmäßigen Abständen Stadträte
und diese aus ihren Reihen wiederum den Dogen. |
Ein wahrer Betiser wird niemals etwas
über seine geliebte Stadt kommen lassen. Sicher, sie hat auch ihre
Schattenseiten, aber welche große Stadt hat das nicht? Betiser gelten
als geschäftstüchtig - manche sagen gerissen - lebenslustig und
leidenschaftlich, sie sind stolz auf ihre Freiheit und sehr auf ihre Ehre
bedacht. Böse Zungen behaupten, einen Betiser erkennt man an den Goldborten.
In der Tat legt man viel Wert auf elegante Kleidung, Geckenhaftigkeit ist
jedoch verpönt.
Wer Geld hat, lebt in Betis wie ein
König, wer keins hat, lebt im Hafenviertel... Das Leben in dieser
Stadt ist gelassen und heiter, sofern man sich nicht um die Belange der
Mächtigen kümmert. Wer fleißig und geschickt ist, wird
es auch zu etwas bringen, und das macht die Stadt für viele Bauern,
Handwerker und Glücksritter so anziehend.
Kunstinteressierte bewundern Sehenswürdigkeiten
wie die Ratshalle, die Fürstenbrücke oder den Uhrturm, besuchen
eine Darian-Oper im Theater,
die Akademie der schönen
Künste oder ein Konzert von Pavo
Rothner. Edle Damen lassen sich von berühmten Schneidermeistern
wie Georg am Armi beraten,
kaufen Leckereien bei Medici & Garibaldi oder essen im "Schwarzen Drachen".
Der Herr von Welt setzt einige Dukaten beim Pferderennen,
besucht ein Utzgan-Spiel
von "Sturm Betis" oder genießt die Gesellschaft bei Mama
Nelli.
Die Haupteinnahmequelle der Stadt sind
die Handelszölle.
Betis besitzt eine Stadtmauer, deren Tore des Nachts geschlossen bleiben,
was verhindern soll, dass eben Waren ohne Entrichtung von Zollgebühren
die Stadtgrenzen überschreiten.
Aufgrund der großen Einwohnerzahl
und der Menschenmassen, die sich täglich durch Betis' Straßen
bewegen, war man gezwungen, ein unterirdisches Kanalisationsnetz anzulegen,
das die Abwässer in den Brazach leitet. Die Eingänge zu diesem
weitreichenden Kanalsystem sind zwar mit Gittern versperrt, doch wird gemunkelt,
dass dort des Nachts dunkle Gestalten ihre illegalen Geschäfte tätigen.
Auch sollen einige Häuser unterirdisch miteinander verbunden sein
und versteckte Gänge vor die Mauern führen, um Waren an den Toren
vorbeischmuggeln zu können. |
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