|
|
|
|
|
| |
Betis liegt an der
Mündung des Brazach in den Jolborn, am Beginn eines ausgedehnten
Flussdeltas.
Die Alte Stadt wurde
einst am Thaler Ufer errichtet, dehnte sich aber schon sehr bald
auf ehemals bewaldete Inseln im Fluss aus. Den Anfang machte dabei
das Thaler Fürstengeschlecht, das seine Fluchtburg auf einem
kleinen Hügel mitten im Brazach errichtete, aus dem inzwischen
das "Fürstenviertel" geworden ist.
Die Stadt steht
also nicht im Wasser - wie viele Nicht-Betiser glauben - sondern
durchaus auf festem Boden!
Natürlich
macht der Sand einige Schwierigkeiten und auch der hohe Grundwasserspiegel
kann Probleme bereiten, aber das sind Dinge, mit denen die
Betiser gut leben können, haben sie doch ein ausgezeichnetes
Verhältnis zu Xurl.
Etwas mehr Kopfzerbrechen bereitet ihnen da der Brazach selbst.
Zum einen fließt der Hauptarm und damit die stärkste
Strömung zwischen Alter und Neuer Stadt hindurch, zum
anderen kann er vor allem im Frühjahr Hochwasser führen.
Um nicht mehr gegen die Brazach-Strömung ankämpfen
zu müssen, wurden bald zwei große Brücken
zu den Inseln hinüber gebaut, doch man kann auch heute
noch die kleine Caorlina-Fähre
vom Helos-Platz aus benutzen.Die beiden Brücken können
hochgezogen werden, um bei besonderen Anlässen größeren
Schiffen den Zugang zum Helos-Platz zu ermöglichen, aber
gewöhnliche Handelskoggen fahren über die Werften.
Da gibt es allerdings die Geschichte von dem Kapitän,
der sich weigerte, einen Lotsen
an Bord zu nehmen, die Strömung unterschätzte und
dann die Einfahrt verfehlte... |
|
|
|
| |
Die Hochwassergefahr
ist eine ernstere Sache. Pünktlich im Frühling steigt
durch die Schneeschmelze im Norden Heligonias der Brazach für
einige Tage um mehrere Ellen an. Für gewöhnlich sind alle
Flussanwohner bis hinauf nach Ostarien mit dem Phänomen vertraut
und entsprechend vorbereitet, so dass es selten Opfer zu beklagen
gibt. Dennoch hinterläßt der Fluss viele Schäden,
die repariert werden müssen. Auch nach tagelangen Regenfällen
kann der Wasserspiegel überraschend schnell ansteigen. Die
Betiser haben deshalb im Laufe der Jahrhunderte eine eigene Bauweise
entwickelt:
Die repräsentativen Wohnräume
der Betiser liegen immer im ersten Stock, die privaten Gemächer
darüber. Im Erdgeschoss befinden sich dagegen nur Lagerräume,
Werkstätten oder Läden, die sich schnell räumen lassen
- oder äußerst günstige Mietwohnungen.
Zahlreiche Wichtige Handelsrouten
kreuzen sich in der Stadt:
So kommt von Osten der Helos-Weg aus Escandra, der über die
Thaler Hauptstadt Hochanthen führt.
Von nördlichen Ufer über Jolbenstein kommt die Straße
aus dem Hochland über die Drachentrutz in die Stadt.
Nach Süden führt der Helos-Weg weiter nach Marola, der
Hauptstadt von Sedomee und Richtung Darian.
Der Jolborn selbst bietet Zugang zu Ländern wie Nuremburg im
Norden, Nurian im Westen, Aturien im Süden und schließlich
zur großen Jolsee.
|
|
| |
|
|
|
|