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Gründung, wichtige Persönlichkeiten,
Freiheit von Thal
Die Geschichte Thals geht zurück auf die ersten Siedler, die sich
entlang der Flüsse ausbreiteten. Schon immer orientierten sich die
Menschen nördlich des Brazach eher nach Jolbenstein und südlich
des Stromes nach Betis, der großen Stadt im Brazachdelta, dereinst
„Bethysan“ genannt, was soviel wie „die Schöne, die Große“ bedeutet.
In dieser Zeit liegen die Wurzeln des heutigen Fürstentums Thal.
Der erste Fürstensitz war der Fluchtberg in Betis, schon seit langem
die Stammburg des Geschlechtes derer von Thal. Zu Füßen dieser Fliehburg
lag die alte Stadt, in der Handel und Handwerk florierten. Die heligonischen
Siedler breiteten sich entlang der Flüsse aus, nach Norden den Jolborn
hinauf, und weiter nach Osten entlang des Brazach. Entlang dieser
Flüsse verliefen - und verlaufen auch heute noch - die alten Handelsstraßen,
die sich in Betis treffen und so den größten Umschlagplatz für Waren
aus ganz Heligonia bilden.
Der neue Fürstensitz wurde als Symbol der neuen Macht im Osten
Thals großzügig und mit großem Prunk ausgestattet und übertraf die
alte Fliehburg in Betis bei weitem in Glanz und Bequemlichkeit.
Weitere Faktoren wie die Zunahme des Einflusses der Thaler Ostgebiete,
die dadurch günstigere zentrale Lage des neuen Hauptsitzes und nicht
zuletzt mangelnder Platz für Neubauten auf dem begrenzten Terrain
der alten Fliehburg in Betis sowie zunehmende Unbequemlichkeit der
alten Festung festigten die Stellung Hochanthens als Hauptstadt
Thals. In der Folgezeit wurde die Fliehburg in Betis immer weniger
als Sitz von Fürsten oder deren Statthaltern benutzt. Bequemere
und zentraler gelegene Stadthäuser wurden der alten Festung vorgezogen,
so dass heute auf dem Tafelberg selbst nur noch Bergfried und Fürstenpalais
stehen. Stallungen, Zeughaus, Wachhäuser und andere Gebäude sind
am Fuße des Berges mit der Stadt verwachsen und dienen nun anderen
Zwecken. Betis schließlich wurde in späterer Zeit zur freien Reichsstadt
erhoben und untersteht seither direkt dem König. Die alten Beziehungen
zu Welzen und Hochanthen bestehen jedoch noch immer und werden bis
in heutige Zeit gepflegt.

Palast und Fürstenbrücke
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