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Die Garnison - Garde contra
Wache
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Die Beschichte von Betis und seiner
Loslösung von Thal führt bis heute zu einigen Besonderheiten
in Stadtbild und Verwaltung. So besitzt der Baron von Welzen neben
einer Stimme im Hohen Rat auch das Recht, eine eigene Garde zu unterhalten,
die "Corragios" genannt.
Da die Stadt selbstverständlich auch eine eigene Stadtwache
besitzt, bleiben Reibereien und Kompetenz-Streitigkeiten im täglichen
Stadtgeschehen natürlich nicht aus.
Der Doge Vincent Battista Corvese
und Baron Beorric von Welzen sind zwar keine Freunde, doch Staatsmänner
genug, um sich deshalb nicht offiziell über Kreuz zu stellen. Beide
sind jedoch nicht gewillt, ständig Männer zu verlieren, und so beschloss
man ein offizielles Duellierverbot für die Stadtwache und die Garde.
Natürlich wurden damit die Anfeindungen nicht weniger und die Duelle
von der offenen Straße auf dunkle Hinterhöfe und abgelegene Plätze
verlegt.
Hat es die Betiser Stadtwache wieder ein mal geschafft, der Welzener
Garde eins auszuwischen, wird der Doge bei der nächsten Partie Schach
dem Baron von Welzen dies natürlich sofort unter die Nase reiben
und die Stadtwache als vortrefflicher als die Garde preisen. Umgekehrt
empfindet auch der Baron maßlose Freude über jeden Sieg der Seinen.
Jeder, Doge und Baron, rühmen den Mut und die Haltung der Ihren,
und während sie sich laut gegen jeden Zweikampf aussprechen, so
stacheln sie doch insgeheim ihre Mannen dazu an.
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Die Coraggios
(sprich: "Koratschios") Innerhalb der Welzener Garde die in ganz Betis
500 Mann umfasst, gibt es eine kleine Gruppe um den Hauptmann (Jochen
Brenner). Sie unterscheiden sich von den üblichen Welzener Gardisten
in ihrer besonders für Betis bekannten Lebensart. Sie sind eher dem
kunstvollen Fechten als den schweren Hieben und eher der leichten
Betiser Boheme als der militärischen Strenge Welzens zugetan. Auch
tragen sie nicht die einheitliche Welzener Uniform, sondern tragen
über ihrer normalen, der Betiser Mode entsprechenden Kleidung, einen
modischeren Wappenrock. Der Hauptmann bildet seine Soldaten zu wahre
Teufeln aus, die niemandem gehorchen außer ihm selbst. Sie lassen
ihre Degen und Schwerter klirren, wo immer es geht und rempeln mit
besonderer Vorliebe die Wache des Dogen an, wo immer sie ihnen begegnen.
Unter scherzhaften und oftmals kunstvollen Reden ziehen sie auf offener
Straße vom Leder. Wenn manchmal einer getötet wird, kann er sich sicher
sein, dass er betrauert und gerächt wird, und wenn sie einen der anderen
töten, können sie sich sicher sein, dass ihr Hauptmann sie davor bewahrt
im Kerker zu verhungern. Diese Männer vergöttern ihren Hauptmann und
singen sein Lob in allen Tonlagen. So raubeinig sie auch sonst sein
können, vor ihrem Hauptmann zittern sie wie Schulbuben vor ihrem Lehrer.
Ihm gehorchen sie aufs Wort, bereit, auch nur den leisesten Tadel
mit ihrem Blut abzuwaschen. Der Hauptmann (Jochen Brenner) Der Hauptmann
bedient sich seiner Männer in erster Linie für den Baron von Welzen
und für dessen Freunde. Im weiteren aber auch für sich und seine Freunde.
Und für sich heißt auch manchmal für seinen Geldbeutel, denn seine
Männer ordentlich auszubilden, also z.B. die verschiedenen Profoss
zu bezahlen und die Grundausrüstung zu besorgen und zu erhalten geht
oftmals über die üblichen Mittel der Welzener Garde hinaus. |
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Die derzeit
120 Mann sind in der alten Garnison stationiert |
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(Corragios!! Wo findet
man sie? Wie viele? Hierarchie bzw. Ränge, Zuständigkeit
< > Stadtwache)
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HB 44
Unruhen im Hafenviertel Verstärkte Schlägereien und Übergriffe im
Hafenviertel geben Anlass zur Sorge in der Garni-son. Der Pressesprecher
der Kommandatur gibt sich betont harmlos: Es handle sich nur um
ein paar Meinungsverschiedenheiten zwischen Grundstückseigentümern.
Es bestehe kein Grund zur Aufregung, man habe die Lage unter Kontrolle.
Unser Informant jedoch berichtete von ernstzunehmenden Unruhen in
der Betiser Unterwelt, die wohl durch den Tod der "Krähe" ausgelöst
wurden: "Der Besitz wird verteilt. So ist das halt, wenn reiche
Leute sterben. Alle wollen was vom Kuchen abhaben. Ist ganz normal...."
Im Augenblick beschränkten sich die Streitereien noch auf mehr oder
weniger harmloses Kräftemessen. Sollte es jedoch zu keiner schnellen
Einigung kommen, müsse man mit etwas unangenehmeren Kämpfen rechnen,
die jedoch die desinteressierte Betiser Bevölkerung kaum berühren
dürften. Wir wollen hof-fen, dass die Garnison auch weiterhin die
Lage unter Kontrolle hat!
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