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Die Utzgan-Regeln
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Helios-Bote Nr. 21 - Wenn die Heliosscheibe
am Himmel schwebt... Die Legende besagt, daß vor ewigen Zeiten, als die Welt noch grau war, und die Pruzzen die Erdenschale noch besiedelten, Utzgolf auf seinem siebenspännigen Streitwagen durch die Sphären reiste. Schnell war seine Fahrt und voller Kurven dazu. Wohl hatte er viel Met getrunken, doch wer nun glaubt, sein kunstvoller Kurs käme vom Alkohol, der irrt. Vielmehr zeigte er den Pruzzen, daß er selbst nach dem Genuß von Fässern voller Honiggebräu noch im Stande war, seinen Wagen voller Anmut zu lenken. Jedoch geschah im in seinem Eifer ein Mißgeschick, denn während eines besonders gewagten Kreises, den er in dn Himmel schrieb, stieß er mit seinem Kopf an die Heliosscheibe und löste sie aus ihrer Befestigung, so daß sie zur Erde hinabstürzte. Doch geistesgegenwärtig jagte Utzgolf der fallenden Scheibe hinterher und fing sie auf, bevor sie den Boden verbrennen konnte. Alsbald bemerkte er aber, daß die Scheibe heiß und er nicht im Stande, sie zu halten, da sie ihm trotz seiner stählernen Handflächen das Fleisch ansengte. So warf er sie wieder hinauf, eile ihr hinterher und fing sie erneut. Dieses Spiel wiederholte er, bis die Heliosscheibe schließlich wieder an ihrem Platz war. Man sagt, daß die Pruzzen aus diesem Schauspiel, denn wahrlich, ein solches war, und kein schlechtes dazu, Uzgan machten, um dieser selbstverschuldeten Heldentat Utzgolfs zu gedenken. Ob diese Geschichte der Wahrheit entspricht, ist in den Nebeln der Zeit verlorengegangen, ebenso wie die dann nötige echte Erklärung. Doch nun zum eigentlichen Spiel: Bei Utzgan wird kein Ball verwendet,
wie dies bei manchen bäuerlichen Spielen der Fall ist, sondern eine Scheibe
aus Leder oder Stoff, deren Ränder mit eingenähtem Sand beschwert ist.
Diese Scheibe wird gemeinhin einfach als "Utzganscheibe" bezeichnet, manche
verwenden in Erinnerung an die Entstehungslegende aber auch den Ausdruck
"Heliosscheibe". Ein "Richter" achtet dabei stets darauf, daß nicht nur die Regeln eingehalten werden, sondern das Spiel auch gesittet und nicht zu gefährlich abläuft. Verläßt die Scheibe das Spielfeld, dann wird sie vom Richter wahllos wieder hinein befördert. Ein Regelbruch wird im allgemeinen mit dem Verlust der Scheibe bestraft, wobei an der Stelle des Verstoßes weiter gespielt wird. Treibt es ein Spieler gar zu bunt, so kann er ersatzlos des Spieles verwiesen werden, wobei die alleinige Entscheidungsgewalt beim Richter liegt.
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